In den USA und Großbritannien liegen einige Langzeitstudien vor, deren Ergebnisse besagen, dass bei allen Kindern ein Vorsprung auf dem Gebiet der Sprachentwicklung, der Intelligenz und der motorischen Entwicklung festgestellt werden konnte.
Langzeitstudien
Führend bei diesen Studien waren Dr. Linda Acredolo, Psychologie-Professorin an der Universität von Kalifornien in Davis (USA) und Dr. Susan Goodwyn, Professorin für Psychologie und Kinderentwicklung an der California-State-Universität in Stanislaus (USA).
Durch die Babyzeichensprache wird nicht nur das Sprechenlernen positiv verstärkt, sondern die gesamte kindliche Entwicklung. Sie fördert das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und die Selbstwahrnehmung des Babys, da sie früh erfolgreich in der Lage sind, kommunikativ einen aktiven Part einzunehmen, auf ihre Umwelt zuzugehen und darauf Einfluss zu nehmen: und erleben sich dadurch als selbstwirksam.
In ihrer Sprachentwicklung wird sowohl die rezeptive (Sprachverständnis) als auch die expressive Komponente (Sprechvermögen) positiv unterstützt.
Reize und Fähigkeiten
Die akustischen Reize der Sprache kombiniert mit den visuellen Reizen der Babyzeichensprche unterstützen die Bildung und Verknüpfung von Synapsen und sprechen beide Hirnhälften an.
Die motorischen Fähigkeiten des Kleinkindes verweitern sich, da Babyzeichen an vielen unterschiedlichen Stellen des Körpers gezeigt weren, z.B. wird der Pinzettengriff geübt beim Babyzeichen für "Vogel", die Hände vor dem Körper zusammenzubringen wird erlernt bei "Bitte" oder "Mehr".
Die Kinder interessieren sich verstärkt für Bücher, Lieder und Rollenspiele und ihr Wortschatz ist größer als bei Gleichaltrigen (Vorsprung bis ins Schulalter nachweisbar) und im Bereich Literacy werden u.a. die Lese- und Schreibfertigkeit positiv beeinflusst.
In einigen Grundschulen in Baden-Württemberg erlernen Mädchen und Jungen Buchstaben und Wörter per Fingeralphabet und Gebärdern kennen...
Warum gestikulieren Menschen, wenn sie sich unterhalten?
Neueste Studien von Psychologin Susan Goldin-Meadow zeigten, dass Menschen sich auf diese Weise schneller an Worte erinnern, denn die Gesten aktivieren und unterstützen die entsprechenden Sprachareale im Gehirn.