Wie schwer und wie groß ist ein Neugeborenes eingentlich im Durchschnitt? Die ganz Wahrheit über Mäxchen Mustermann: Teil 1
Gewicht und Größe
Die durchschnittlichen Maße eines Babys, das zum genauen Geburtstermin zur Welt kommt, sind:
- Gewicht: 3,300 kg
- Größe: 50 cm
- Kopfumfang: 34 cm
Wohlgemerkt, es handelt sich hier lediglich um durchschnittliche Werte. Sollte dein Kind ein wenig mehr oder weniger wiegen, besteht absolut kein Grund zur Sorge! Sofern dein Kinderarzt nichts Gegenteiliges feststellt, gedeiht dein Zwerg prächtig.
Wissenswertes
In den ersten Lebenstagen kann der Säugling bis zu 10% seines Geburtsgewichts abnehmen! Das ist ganz normal!
Der Kopf
Der Kopf deines Babys hat eine sonderbare Form. Mach dir deshalb keine Sorgen, das wird rasch wieder zurückgehen. Denke daran, dass dein Baby soeben einen sehr engen Kanal passiert hat und sein Schädel noch nicht fest ist.
Wenn dein Baby mittels Kaiserschnitt zur Welt gekommen ist, ist der Kopf in den meisten Fällen schön rund.
Wenn es mithilfe einer Saugglocke das Licht der Welt erblickt hat, kann es möglicherweise einen Bluterguss mit einer deutlichen Ausbuchtung unter seiner Kopfhaut haben.
Der Schädel
Die Schädelknochen eines Neugeborenen sind noch nicht zusammengewachsen. Dadurch kann die Hirnschale gemäß der Entwicklung mit dem Gehirn mitwachsen. Auf der Oberseite des Schädels befindet sich deshalb eine karoförmige Stelle, an der kein Knochen zu spüren und der Kopf weich ist, die Fontanelle. Sie schließt sich zwischen dem 9. und dem 18. Lebensmonat.
Obwohl diese Stelle ohne Risiko berührt werden darf, haben viele Eltern Angst, Ihr Kind dabei zu verletzen. Die Sorge ist völlig grundlos, du kannst deinem Baby bedenkenlos die Haare waschen.
Der Hals
Das Neugeborene kann seinen Kopf noch nicht selbst halten. In den ersten drei Monaten solltest du deshalb, wenn du dein Baby trägst, seinen Kopf mit deinen Händen oder Armen stützen.
Sei jedoch nicht besorgt, wenn der Kinderarzt dein Kind untersucht, ohne diese Vorsichtsmaßnahme zu treffen. Solche „Gymnastikübungen“, gewusst wie, sind gefahrlos und Teil der neurologischen Untersuchung des Kindes.
Solltest du feststellen, dass dein Kind seinen Kopf immer zur selben Seite neigt, informiere den Kinderarzt darüber. Die Ursache könnte ein Bluterguss an einem Halsmuskel sein, der für den steifen Hals verantwortlich ist. Mit kinesiologischer Hilfe lässt sich das wieder beheben.
Das Gesicht
Wenn du das Gesicht deines Babys genau beatrachtest, wirst du bestimmte Züge entdecken, die für Neugeborene charakteristisch sind:
- kleine weiße Pünktchen auf der Nase, der Stirn und dem Kinn. Dieses sogenannte Milium Talgdrüsenvergrößerung) verschwindet nach wenigen Wochen von selbst.
- kleine Härchen, die Lanugo genannt werden. Sie halten sich einige Monate.
- Rote Flecken auf den Augenlidern, zwischen den Augenbrauen oder im Nacken, wo sie auch Storchenbiss genannt werden. Sie werden im Lauf der ersten Lebensjahre immer schwächer, können jedoch bei bestimmten Anstrengungen oder beim Weinen wieder sichtbar werden.
Die Augen
Alle Neugeborenen haben zunächst graublau schimmernde Augen. Bis die endgültige Augenfarbe – etwa nach 3 Monaten – sichtbar wird, können die Eltern darüber nur Mutmaßungen anstellen.
Außerdem kann es vorkommen, dass die Augen von den Tropfen, die Neugeborene gelegentlich zur Vermeidung einer Infektion nach der Geburt erhalten, geschwollen und gerötet sind. Sei geduldig, nach zwei Tagen wird davon nichts mehr zu sehen sein!
Dir wird zweifelsohne die Art und Weise, wie dein Baby dich während dem Trinken ansieht, auffallen. Die Natur hat das wunderbar eingerichtet, denn das Baby sieht gerade eben etwa bis zu einer Distanz von 30 cm scharf, also weit genug, um das Gesicht der Person zu erkennen, die ihm zu trinken gibt – also dich!
Wissenswertes: Mach dir keine Sorgen, falls dein Baby in den ersten Wochen hie und da schielt. Das kommt bis zum 6. Monat sehr häufig vor.