Dein Baby ist gelandet und nichts ist mehr, wie es vorher war. Der Umgang mit dem neuen Menschlein will erst gelernt sein - von Alltagsroutine keine Spur und von ungestörter Nachtruhe leider keine Rede.
Mein Baby
„Gesundheit & Entwicklung“
Die Sache mit dem Gewicht - gut zu wissen: in den ersten zehn Tagen nach der Geburt kann dein Baby bis 15% seines Geburtsgewichts abnehmen. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. In 2-3 Wochen hat es sein Geburtsgewicht wieder erreicht und von dann an geht es stetig aufwärts.
Was sieht dein Baby? Es sieht seine Umwelt noch verschwommen, da es noch kurzsichtig ist, gelegentlich schielt es auch ein wenig. Farben sehen kann es erst mit ca. 4 Monaten. Je spannender es eine Sache findet, desto länger betrachtet es sie. Gesichter findet es am allerinteressantesten. Und auf eine Entfernung von ca. 25 - 40 cm sieht es besonders gut: Das ist genau die Entfernung, in der es Mamis Gesicht beim Stillen sieht.
So schöne blaue Augen? Das kann täuschen. Die Augenfarbe steht nämlich noch nicht fest: alle hellhäutigen Neugeborenen haben grau-blaue Augen, weil die Pigmentierung der Regenbogenhaut erst nach ca. 3 Monaten abgeschlossen ist.
Was ist denn das? Auf Geräusche reagiert dein Baby mit einem erstaunten Gesichtsausdruck, der Atemrhythmus kann sich ändern. Hohe Stimmlagen gefallen deinem Baby am besten – daher kommt die "Babysprache" mit den vielen "-is". Bald kann es die Stimmen der Eltern erkennen – schließlich eine lebenswichtige Information. Wenn es ein Geräusch hört, wendet es den Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch kommt. Den Hals kann es aber noch nicht selbst halten, daher musst du den Kopf während der ersten 3 Monate immer stützen. Auch sonst lernt dein Baby erst, seinen Körper koordiniert zu bewegen. Liegt es auf dem Rücken und hält es den Kopf gerade, wird es Arme und Beine gleichmäßig, aber ungezielt und unkoordiniert bewegen. Die Finger sind fest zur Faust geschlossen.
Riechen, schmecken, tasten sind bereits hervorragend entwickelt: dein Baby erkennt Mama am Geruch noch bevor es dich sehen kann. Es kann zwischen süß, sauer, salzig und bitter unterscheiden: Süß wie die Muttermilch ist gut, bitter ist bäh. Im Mundbereich ist sein Tastsinn hervorragend entwickelt, daher wird alles Neue erst einmal einer gründlichen "mündlichen Prüfung" unterzogen.
Die Fontanelle: da Baby´s Schädelknochen noch nicht fest verwachsen sind, sieht man an der Oberseite des Köpfchens eine karoförmige weiche Stelle, an der man den Puls erkennen kann. Sie verwächst zwischen dem 9. und 18. Lebensmonat. Sie ist natürlich "wasserdicht" – das heißt, du kannst deinem Baby bedenkenlos die Haare waschen.
Vom Umgang mit deinem Baby:
Zuwendung ist die beste Förderung: Tragen, Schmusen, mit ihm reden – all das beruhigt und fördert dein Baby. So lernt es auch, zu erkennen, wo genau es berührt wird, denn zu Beginn registriert es nur, dass es berührt wird, kann aber noch nicht einordnen, wo genau.
Babylichter, Kuscheltiere, Schmusedecken und Musikabspieler (z.B. für Einschlafmelodien) können auch nach und nach zum Einsatz kommen. Kleiner Tipp: Musik, die du während der Schwangerschaft zur Beruhigung gehört habst, wirkt auch jetzt vertraut und beruhigend auf dein Kind.
Die richtige Lage und die richtige Umgebung: Was ist die beste Schlafposition?
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auf dem Rücken, ev. Seitenlage und genügend, aber nicht übertrieben, zugedeckt
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ev. Schnuller für den Schlaf
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VORSICHT: nicht in Bauchlage
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keine weiche, verrutschende Unterlage verwenden
Außerdem wichtig, damit dein Baby gut schläft:
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schlafen im Zimmer der Eltern
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WICHTIG: der Raum sollte gut gelüftet sein, die Raumtemperatur sollte nicht über 22 Grad Celsius liegen, besser noch bei 20 Grad.
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Du kannst leicht erkennen, ob die Temperatur für dein Baby passt, indem du seinen Nacken kontrollieren: Ist der Nacken schwitzig, ist deinem Baby heiß. Ist der Nacken kühl und hat es vielleicht auch bläuliche Händchen, ist ihm kalt. Tipp: In diesem Fall setze ihm als Erstes eine Haube auf, bevor du zu weiteren Kleidungsstücken greifst. Baby´s Kopf ist sehr groß im Verhältnis zum restlichen Körper und so verliert es die meiste Wärme über den unbedeckten Kopf.
Die Windelwissenschaft
Wann wickeln? Auf jedem Fall nach dem Füttern, denn dann ist die Verdauung besonders aktiv und dein Baby setzt seinen Stuhl ab, aber warte noch auf das Bäuerchen.
Wo wickeln und worauf achten? Ob auf dem Esstisch oder einem eigenen Wickeltisch: Hauptsache sicher und bequem. Lege dir alle Utensilien vorher bereit. Wichtig ist eine weiche, saugfähige Unterlage.
Achte auf gute Beleuchtung, die dein Baby nicht blendet, und eine Wärmequelle.
So geht’s: entferne den Stuhl mit Wasser, Babyöl oder Baby-Feuchttüchern. Säubere vorsichtig die Hautfalten der Gschlechtsorgane. Bei kleinen Mädchen ganz besonders darauf achten, dass von vorne nach hinten gereinigt wird, damit keine Keime in Scheide und Harnröhre gelangen.
Solange die Nabelschnur noch nicht abgefallen ist, diesen Bereich immer trocken und sauber halten. Der Nabel muss immer außerhalb der Windel bleiben. Wasche dir die Hände, bevor du die Nabelschnurrest anfasst, um eine Infektion zu vermeiden.
Nicht vergessen: dein Baby immer mit einer Hand festhalten damit es nicht herunterfällt!
Baby´s Speiseplan
Hunger, Durst, Schutz vor Krankheiten - Muttermilch ist die perfekte Antwort auf alle Bedürfnisse Ihres Baby´s. Sie ist immer ideal temperiert und zusammengesetzt verfügbar und noch dazu ganz umsonst. Außerdem hilft das Stillen dabei, die Figur zurückzugewinnen und unterstützt die Rückbildung der Gebärmuter. Auch wenn das Stillen anfangs vielleicht kompliziert erscheinen mag – du wirst dich rasch daran gewöhnen.
Wie oft Stillen? Neugeborene müssen alle 2 – 4 Stunden gestillt werden, auch nachts. Schließlich waren sie 9 Monate lang an eine 24 Stunden Versorgung gewöhnt. Als Richtwert gelten 1, 5 Stunden Stillpause. Am besten ist es, wenn du dich dem Rhythmus des Baby´s anpasst und versuchst, auch tagsüber ein bisschen zu schlafen, wenn dein Baby schläft.
Trinkt es genug? Solange es sich gut entwickelt und an Gewicht zunimmt, ist alles im grünen Bereich. Mindestens 6 nasse Windeln innerhalb von 24 Stunden zeigen, dass der Flüssigkeitshaushalt deines Baby´s in Ordnung ist. Als Richtwert für eine gesunde Entwicklung gilt eine Gewichtszunahme von 20 dag pro Woche, 10 dag gelten als untere Grenze. Hier ist der Kinderarzt dein bester Ansprechpartner.
Gute Voraussetzungen: Sorge für eine ruhige Umgebung und entspannte Atmosphäre. Lass dir Zeit. Halte dein Baby so im Arm, dass sein Kopf in deiner Armbeuge liegt, dann ist sein Mund genau auf der Höhe deiner Brust. Sobald dein Baby mit den Lippen deine Brust berührt hat, wird es sich zur Brustwarze drehen und versuchen, sie in den Mund zu nehmen. Entscheidend ist, dass das Baby den ganzen Warzenvorhof in den Mund nimmt! Das verhindert rissige und wunde Brustwarzen. Achte darauf, dass die Nasenlöcher des Babys nicht von der Brust zugehalten werden. Wenn du Zunge und Kiefer deines Babys spüren kannst und sehen, wie sich seine Ohren und Schläfen leicht bewegen – so soll es sein! Mit Hilfe deines Kleinen Fingers kannst du Babys Mund wieder vorsichtig „abdocken“.
Wechsel bei jedem Stillen die Brust, die du deinem Baby zuerst anbietest und beginne jeweils mit der Brust, an der es beim letzten Stillen zuletzt getrunken hat.
Und wenn es doch nicht gleich klappt: Das ist ganz normal, denn auch dein Baby muss das Seine dazu tun, damit es mit dem Stillen klappt, manche sind ein wenig „begriffsstutzig“, aber das gibt sich. Bei Milchstau helfen warme Kompressen vor dem Stillen und kühle Kompressen danach. Hebamme oder Stillberaterin helfen gerne weiter.
Nicht vergessen: Was immer du ißt und trinkst geht in die Muttermilch über – Alkohol ist tabu, Kaffee und Tee in Maßen erlaubt. Vorsicht bei Medikamenten: hier müssen Arzt/Ärztin von Fall zu Fall entscheiden.
Flaschennahrung: Wenn du nicht stillen kannst oder willst, benötigt dein Baby Säuglingsanfangsnahrung. Du erkennst diese an der Vorsilbe „Pre-“ auf dem Produkt. Allergiegefährdete Kinder sind mit hypoallergener Anfangsnahrung besser bedient. Obwohl viele Hersteller Produktwechsel während des ersten Jahres empfehlen, kannst du dein Baby ruhig das gesamte erste Jahr mit Anfangsnahrung füttern – so vermeidest du auch, dass sich dein Baby zu einem allzu rundlichen Wonneproppen entwickelt. Auch hier gilt: Absprache mit dem Kinderarzt.
Zum Anrühren verwende entweder abgekochtes Leitungswasser oder spezielles Mineralwasser für Babys, ebenfalls abgekocht. Achte auf einen Sauger mit Ventil, der verhindert, dass dein Baby Luft schluckt. Sauger und Schnuller müssen auch abgekocht werden.
Blähungen
Daran leiden Babys in den drei ersten Monaten besonders häufig. Wärme und Fencheltee wirken krampflösend. Traude Trieb, freischaffende Hebamme „aus Berufung und Leidenschaft“ und Autorin des Buches „Lust aufs Gebären. Das Recht auf ein positives Geburtserlebnis“ verrät ihren Geheimtipp: das Bäuchlein sanft föhnen.
Meine Familie und ich
Der Blick in den Spiegel: Keine Sorge bei Haarausfall und schlechter Haut – das gibt sich. Grund ist der Hormonabfall nach der Geburt. Der ist auch der Grund für das Stimmungstief nach der Geburt.
Unser Tipp
Amtswege rund um die Geburt:
Die Geburtsurkunde muss innerhalb einer Woche beim Standesamt, das für den Geburtsort zuständig ist, ausgestellt werden. Dabei kann gleichzeitig der Meldezettel für dein Baby ausgestellt werden. Das Standesamt informiert sodann die Sozialversicherung.
Kinderbetreuungsgeld kann frühestens am Tag der Geburt bei der Krankenversicherung beantragt werden.
Vorausplanen ist alles: Anmeldungen für Krabbelstube und Kindergarten sollten bereits jetzt erfolgen.
Weitere Informationen unter http://www.help.gv.at/Content.Node/8/Seite.080000.html