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Das neunte Monat

Das erste „Mama“ und „Papa“

Das erste „Mama“ und „Papa“, das erste Mal aus einem Becher getrunken – dein Baby entwickelt sich rasant. Es kann mit geradem Rücken sitzen und liebt es, Gegenstände immer wieder fallen zu lassen...

Mein Baby

Gesundheit und Entwicklung

Das erste „Mama„ und „Papa“ - was für ein Moment! Zu Beginn ist es vielleicht nur glücklicher Zufall, aber wenn du die Worte voller Freude wiederholst, versteht dein Baby, worum es geht und wird dich nach einiger Zeit bewusst so rufen. Aber sei nicht enttäuscht, das erste Wort kann auch „Auto“ oder irgendetwas anderes sein. Bald kann es auch „ja“ und „nein“ sagen. Was du noch wissen solltest: die Sprachentwicklung ist von Kind zu Kind sehr verschieden, manche Kinder sind echte Spätzünder.
 

Die sogenannte „Objekt-Permanenz“ verstärkt sich: Dein Baby weiß, dass ein Gegenstand auch dann weiter existiert, wenn es ihn gerade nicht sieht. Nimmst du ihm etwas weg, wird es ärgerlich.Dein Baby kann jetzt schon mit Daumen und Zeigefinger greifen und zeigt mit dem Finger auf Gegenstände.
Es macht ihm großen Spaß, Gegenstände fallen zu lassen. Vorsicht, wenn du es ihm aufhebst, wird es sie mit Begeisterung wieder fallen lassen!
Es kann mittlerweile mit geradem Rücken sitzen und schafft es in den Vierfüßlerstand und über die Bauchlage ins Sitzen. 

 

Das Baby fördern 

Motorikschleifen, komplexere Baby-Musik-Spielinstrumente, Bälle und Holzklötzchen, stapelbare Würfel sind jetzt geeignet.
Was ist mit den sogenannten „Laufhilfen“ auch „Lauflernwagerl“, „Babywalker“ oder „Gehfreisystem“ genannt?
Finger weg! Dein Baby lernt deswegen nicht schneller laufen, im Gegenteil. Die „Laufhilfe“ kann dein Baby dazu bringen, die wichtige Krabbelphase zu überspringen und sich eine falsche Fußhaltung anzugewöhnen (Spitzfuß).
Vor allem aber ist die Laufhilfe sehr gefährlich, weil dein Baby damit sehr schnell unterwegs ist und sich leicht verletzen kann!

Mehr auf dazu  auf http://www.grosse-schuetzen-kleine.at/

 


Was tun, wenn das Baby fiebert

Die normale Körpertemperatur von Kindern liegt zwischen 37 und 37,5 Grad Celsius. Sie wird rektal mit einem Digitalthermometer oder blitzschnell mit einen Infrarot – Ohrthermometer gemessen.

  • Überprüfe,  ob dem Baby einfach nur heiß ist: ist es zu warm angezogen, ist die Raumtemperatur zu hoch oder hat es gerade einen Zornausbruch hinter sich?
    Ist das nicht die Ursache, dann hat dein Baby wahrscheinlich eine Infektion.
  • Wenn dein Baby über 39 Grad Fieber hat, mußt du rasch handeln, noch bevor der Arzt kommt:
    Verabreiche  ein fiebersenkendes Medikament – frage den Arzt, welches Präparat für dein Kind am besten geeignet ist und beachte, dass die Dosierung vom aktuellen Körpergewicht des Kindes abhängt.
  • Baden in lauwarmem Wasser: Das Medikament braucht 15 Minuten, bis es wirkt. Das ist eine sehr lange Zeit für ein fieberndes Baby. Hilf ihm, indem du es für ca. 10 Minuten in lauwarmen Wasser badest: Die Temperatur des Badewassers sollte um 2 Grad unter der Körpertemperatur deines Babys liegen.
    Trockne es dann gut ab ziehe ihm einen Body an und decke es nicht zu.
  • Trinken, trinken, trinken: Ein fieberndes Baby atmet rasch und schwitzt – es verliert daher viel Flüssigkeit. Gib ihm häufig zu trinken, um zu verhindern, dass es austrocknet.

 

Das Baby hat Durchfall

Mehr als drei weiche Stühle pro Tag und auch noch Erbrechen? Gefahr im Verzug: Babys trocknen viel schneller aus als Erwachsene.

  • Suche umgehend Arzt oder Krankenhaus auf. Streiche  Milch (außer du stillst noch) und alle Nahrungsmittel.
  • Flöße deinem Baby eine Speziallösung aus Mineralsalzen und Zucker (Rehydrationslösung) aus der Apotheke ein.
  • Dein Baby braucht pro 24 Stunden 120 -150 ml pro kg Körpergewicht, um vor Austrocknung geschützt  zu sein.

 

Das Baby krampft

Manche Kinder neigen zu Fieberkrämpfen: Das Baby verdreht die Augen, versteift den Körper und bewegt sich ruckartig: Keine Panik: der Krampf ist meist nach weniger als 5 Minuten vorbei. Lass die Bewegungen des Babys zu und versuche, sein Fieber rasch zu senken, bevor du es ins Krankenhaus bringst.
Wenn dein Kind zu Fieberkrämpfen neigt, solltest du immer einen Vorrat eines vom Arzt verschriebenen Medikaments im Haus haben.

 

Stillen und Ernährung

Jetzt wird’s spannend: Irgendwann zwischen den 9. und 12. Lebensmonat wird dein Baby den ersten Versuch wagen, aus dem Becher zu  trinken.

Meine Familie und ich

Baby und Haustier

Falls du noch kein Haustier hast und eine Anschaffung überlegst: warte lieber noch, bis dein Baby etwas größer ist.


Falls du Baby und Haustier bisher gut koordinieren konntest: Bravo, aber da dein Baby jetzt schon größer und  ziemlich mobil ist, muss die Hausordnung ein wenig überarbeitet werden:

  • Wem gehört welches Spielzeug? Gar nicht so einfach! Beachte, dass Hundespielzeug oft ähnlich wie Babyspielzeug aussieht, vor allem Quietschpuppen: auch wenn Bello sich bisher liebevoll um den neuen Menschenwelpen gekümmert hat, wird er vielleicht heftig, wenn ihm Junior das Lieblingsspielzeug streitig macht.
  • Wem gehört welcher Lieblingsplatz? Mieze wird es danken, wenn ihr heiliger Ruheplatz für das Baby tabu ist.
  • Hygiene und Etikette: Achte darauf, dass die Tiere regelmäßig entwurmt werden.
  • Versuche, deinem Baby beizubringen, dass man fressende und schlafende Tiere nicht stören darf und dass man Tiere nicht am Schwanz zieht!
  • Lass nach wie vor Baby und Haustier nicht zusammen allein.


Unser Tipp

Babyspielzeug auf dem Prüfstand: Wie prüft man Spielzeug auf Herz und Nieren?

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

„Riechen, rütteln, fühlen“

  • Unangenehmer Geruch deutet auf Schadstoffe hin.
  • Stark parfümierte Tiere, Stifte oder Autos können Allergien fördern.
  • Scharfe Kanten und leicht ablösbare Einzelteile wie Knöpfe, Laschen oder Augen sind für Kleinkinder gefährlich.
  • Die Speichelechtheit der Farben lässt sich durch Rubbeln überprüfen: Bleibt Farbe am Finger zurück, besser nicht kaufen.
  • Achte auf die Kennzeichnung: Fehlt bei Kunststoffartikeln ein Materialhinweis, so sind sie meist aus PVC.
    Quelle: http://www.konsument.at/konsument/detail.asp?id=33084