Aus dem Winzling ist ein strammes Baby geworden, das mit immer mehr Fähigkeiten aufwartet. Gegen Betreuung durch den Papa hat es nichts einzuwenden.
Das Baby mit drei Monaten Kein Säugling mehr!
Dein Baby interessiert sich für alles, was rundherum geschieht. Es kann nun bereits mehr als 2,5 Meter weit sehen und beobachtet Gesichter und Gegenstände genau.
Es unterscheidet Farben: Es sieht zunächst rot, dann grün und blau und schließlich gelb. Sein Gehör entwickelt sich: Es reagiert auf unerwartete Geräusche und bewegt den Kopf. Sein Rücken ist schon stärker, jedoch noch nicht ausreichend, um ohne Stütze sitzen zu können.
Dein Baby nimmt durchschnittlich 25 Gramm pro Tag zu (mit 3 Monaten wiegt ein Junge etwa 5,8 kg und ein Mädchen 5,5 kg). In diesem Monat wächst es zwischen 2 und 5 cm (die durchschnittliche Größe beträgt 60 cm).
Wenn du deinem Baby eine Rassel in die Hand gibst, kann es diese bereits halten. Es wird versuchen, dich auch mit der anderen Hand zu fassen, jedoch erfolglos. Spielen bedeutet für das Baby meist Saugen, denn der Mund ist für das Baby die Quelle aller Freuden: Es saugt an seiner Flasche, an seinem Sauger, seinen Spielsachen, seinem Daumen, seinen Fingern ... und wenn es beginnt, viel zu sabbern, heißt das noch lange nicht, dass der erste Zahn in Sicht ist , nur Geduld!
Daumenlutschen
Im ersten Lebensjahr ist das Daumenlutschen ein ganz normales Phänomen (als Reflex saugt bereits der Fötus im Mutterleib an seinem Daumen).
Das macht das Baby, um das Hungergefühl zu stillen und aus reiner Freude. Auch später noch lutschen viele Kinder an Ihrem Daumen, vor allem wenn sie müde sind oder sich langweilen. Häufig wird beim Einschlafen am Daumen gelutscht. Ab 2 Jahren geht die Anzahl der Daumen lutschenden Kinder kontinuierlich zurück. Nur noch 10 % der Kinder im Alter von 5 Jahren sind Daumenlutscher.
Nach einigen Jahren kann es zu Verformungen des Gaumens kommen. Er wird spitzbogenförmig und die Zähne schließen nicht mehr gut, weil die oberen Vorderzähne sich nach vorne neigen.
Das ist vor allem dann problematisch, wenn auch die zweiten Zähne etwa mit 6 bis 7 Jahren davon betroffen sind und wenn es dadurch zu einer Fehlstellung zwischen dem Kiefer und den hinteren Zähnen kommt. In diesem Fall kann eine Umerziehung notwendig sein und, wenn nötig, ein mechanischer Apparat, mit dessen Hilfe das Daumenlutschen leichter aufgegeben werden kann.
Der erste Schnupfen
Ein Kind kann sich etwa ab 3 oder 4 Jahren die Nase putzen. Davor wird empfohlen, die Nasenhöhlen mit einer physiologischen Kochsalzlösung zu spülen. Hierfür sollte das Kind am Rücken liegen mit dem Kopf zur Seite geneigt: Zuerst kommt das eine und dann das andere Nasenloch an die Reihe.
Das Ziel: Die Atmung durch die Nase begünstigen und mögliche Infektionen des Rachens oder der Ohren eingrenzen.
Mein Baby weint
Schreien ist die erste Form deines Babys, sich auszudrücken. Deshalb spielt es eine wichtige Rolle in der Kommunikation mit der Umwelt. Allgemein werden mit Weinen in den ersten drei Monaten folgende drei Arten von Bedürfnissen zum Ausdruck gebracht: Hunger, Müdigkeit, Verdauungsprobleme. Zwischen dem dritten und dem neunten Monat weint das Baby meist weniger. Im achten Monat treten allerdings Ängste auf, die es neuerlich mehr schreien lassen.
Schreien bis zum dritten Monat
Durch Schreien und Weinen bringt das Baby sein Hungergefühl zum Ausdruck. Darüber hinaus bis drei Monate noch zwei weitere Befindlichkeiten: Müdigkeit und Verdauungsprobleme. Schreien wegen Hunger ist leicht erkennbar: Ein Schreien, das schnell ins Schrille übergeht und zu richtigem Wutgebrüll heranwächst, das nur mit der Brust oder der Flasche zu beruhigen ist! Wenn das Kind müde ist, klingt das Weinen ganz anders. Es geht einher mit Grunz- und Brummgeräuschen, oft krampfartiges Weinen gepaart mit Unruhe und Bewegungen der Arme, Beine und des Kopfes. Schmerzen, die durch Verdauungsstörungen oder Blähungen ausgelöst werden, äußern sich durch ganz spezielle Schreie, weniger krampfhaft und wütend als Hunger. Mit Zu- und Abnehmen der Krämpfe nehmen auch die Schreie zu oder ab.
Schreien nach dem dritten Monat
Zwischen drei und neun Monaten spricht man von der angenehmen Zeit, in der die Babys eher ruhig sind: Sie haben ihren Platz innerhalb der Familie gefunden. Wenn sie zum Beispiel eine Krankheit ausbrüten, stöhnen sie eher. Aber wenn, etwa im Alter von acht oder neun Monaten die Zeit der Ängste heranbricht, wird Ihr Baby wieder häufig von Weinkrämpfen gebeutelt: hauptsächlich wenn die Mama nicht in Sichtweite ist oder sich ein fremdes Gesicht über den Stubenwagen beugt! Diese Schreie sind Teil des normalen Lernprozesses in Richtung Unabhängigkeit des Babys.
Aber Schreien und Weinen sind nicht immer Ausdruck eines Bedürfnisses oder einer Not. Sie können auch dazu dienen, Anspannung abzubauen.