Dein Baby ist gelandet und nichts ist mehr, wie es vorher war. Der Umgang mit dem neuen Menschlein will erst gelernt sein - von Alltagsroutine keine Spur und von ungestörter Nachtruhe leider keine Rede.
Das Baby mit einem Monat: Das erste Lächeln
Das Baby schläft noch immer zwischen 16 und 20 Stunden pro Tag und immer länger am Stück.
Das Baby nimmt durchschnittlich zwischen 25 und 30 Gramm pro Tag zu. Es wächst einen Zentimeter in der Woche. Mit seinen angewinkelten, kleinen Gliedmaßen sieht das Baby noch aus wie ein kleines Fröschchen, wenn es in seiner Wiege oder im Stubenwagen liegt. Es hebt kurz den Kopf. Zum Wiedererkennen von Personen verlässt sich das Baby auf seine äußerst feine Geruchswahrnehmung und sein gutes Geruchsgedächtnis: Diese Fähigkeit geht automatisch zurück, wenn sie nicht mehr so benötigt wird, weil sich der Seh- und Tastsinn entwickelt haben. Vermeide Interferenzen und verwende keine Düfte, weder an dir noch an deinem Baby: Es riecht von Natur aus gut! Bisher hörte das Baby undifferenziert, nun kann es auch schon auf Geräusche hören. Es kann auch kurz seine Aufmerksamkeit auf etwas fixieren. Nun beginnt es, richtig zu lächeln, als Reaktion und nicht mehr nur als Reflex.
Was diesen Monat erledigt werden muss: Klärung der Frage, wann du wieder arbeiten gehen wirst. Bald mußt du dich für eine Variante des Kindergeldes entscheiden. Das sollte bereits jetzt gut überlegt werden auch für eine Betreuung für dein Baby. Einmal pro Woche wiege ich mein Baby, das reicht!
Ich notiere folgende Notfallnummern direkt neben dem Telefon: Feuerwehr, Kinderarzt, Spital, Notarzt, Entgiftungszentrum, ...
Wie bade ich ein Neugeborenes?
Dein Baby ist da und nun bist du auch wieder zu Hause. Von nun an hast du eine ganze Reihe neuer Aufgaben, darunter auch das Baden deines kleinen Sonnenscheins. Ein besonders inniger Moment, vorausgesetzt, du beachtest die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen.
Alles unter Kontrolle
Ein Muss: Alles, was für das Bad deines Babys benötigt wird, vorher herrichten. Ideal wäre eine kleine Kunststoffbadewanne ungefähr in der Größe deines Babys, mit einer Liegevorrichtung, die sich mit Saugnäpfen in der Badewanne montieren lässt. Das Kind liegt einerseits im Wasser, andererseits auch auf der körpergerecht geformten Auflage. Lass dein Baby niemals allein im Bad, um schnell ein Spielzeug oder eine im Zimmer nebenan vergessene Seife zu holen: Es kann auch bei einer Wasserhöhe von 15 cm in nur wenigen Sekunden ertrinken! Wenn du das Wasser einlässt, achte darauf, dass die Temperatur an die 37°C beträgt. Lege dir ein Badethermometer dazu um die Wassertemperatur überprüfen zu können! Achte außerdem darauf, dass die Temperatur im Badezimmer mindestens 20°C hat.
Jetzt wird es angenehm
Nachdem das Badewasser eingelassen ist, kannst du dein Baby ins Wasser heben. Setze dein Neugeborenes vorsichtig ab, eine Hand unter dem Nacken und die andere unter dem Popo. Seife die Hautfalten ein und wasche den Kopf, denn bis zum 3. oder 4. Monat schwitzt dein Baby viel. Halte seinen Kopf nicht immer außerhalb vom Wasser, sondern gewöhne deinem Baby daran, dass auch der Nacken hinten nass wird. Und habe keine Sorge wegen der Fontanelle (diese Spalte zwischen den Schädelknochen, die sich erst im Lauf der Zeit schließt). Sie ist viel robuster, als man annehmen würde!
Das Bad ist weit mehr als einfach nur Körperpflege. Es stellt zwischen dem Erwachsenen und dem Kind eine einzigartige Intimität her. Das Kleine streckt sich, dehnt sich, fuchtelt mit den Ärmchen, strampelt mit den Beinchen. Sicherlich erinnert das alles an die 9 Monate im Bauch.
Kann ich helfen? Oder: Die Rolle des jungen Vaters
Ja, natürlich kannst du helfen! Du hast sogar eine sehr wichtige Aufgabe ...
Indem du dich um deine Partnerin nach der Rückkehr (nach Hause) von der Klinik kümmerst und es ihr durch deine Unterstützung ermöglichst, 100%-ig für den Neuankömmling da zu sein.
Sei einfach du selbst: Papas kümmern sich ganz anders um ihre Babys, sie tragen sie anders, berühren sie anders und sprechen anders mit ihnen; und genau dieser Unterschied wird es dem Baby ermöglichen, sich zurechtzufinden und gut aufzuwachsen. <br><br>Auf diese Weise erlauben die Väter ihrem Kind meist mehr Entdeckungsfreiraum auf die Gefahr hin, dass es sich die eine oder andere Beule schlägt. Jeder hat seine Rolle: z.B. Mama schützt und tröstet, Papa führt zur Unabhängigkeit.
Sei ein aktiver Vater! Denn auf diese Weise wirst du die schrittweise Loslösung des Babys von der Mutter unterstützen, was auch Euch als Paar sehr zugute kommt - denn durch die Ankunft des Babys ist das Eheleben meist etwas durcheinander gekommen - und wovon auch dein Kind profitiert, das Schritt für Schritt mehr Unabhängigkeit erlangen kann.
Gerade erst Papa geworden... und es ist ihm gleichgültig? Lass dich davon nicht täuschen!
Nicht leicht, wenn man als frischgebackene Mama, selbst noch müde von der Entbindung, den Eindruck vom jungen Vater hat, dass er sich nicht um die Ernährung des Babys kümmert, dir gelegentlich aus dem Wege geht. Das alles nachdem er bereits ein aufmerksamer Vater sein hätte sollen, aber stattdessen zumeist seine Augen vor dem Wunder der Schwangerschaft verschlossen hatte.
Aber naja, man kann das Träumen vom Vatersein eben nicht vergleichen, wenn man dann mit der Realität und dem Neugeborenen konfrontiert wird. Diese Reaktionen, häufiger als man glauben könnte, greift aber nicht auf eine zukünftige Vater-Kind Beziehung voraus. Eine Phase der Eingewöhnung ist zumeist nötig um sich näher kennenzulernen.
Die Angst, ganz einfach: was gibt es alles zu bedenken beim Windelnwechseln, beim Baden, Füttern - das Kleine ist doch noch so zerbrechlich!
Rollentausch - das Paar wird plötzlich zur Familie - und gelegentlich, Kindheitsängste: Erlebtes in der eigenen Familie und unter den eigenen Geschwistern können Anlass zu Problemen zu Beginn sein!
Sehr schnell jedoch wird das Baby seinen Vater erobern: schließlich kennen sie sich ja erst kurz, die Geburt liegt noch nicht lange zurück. Das Baby erkennt jedoch schon jetzt die Stimme oder den Geruch und schließlich liegt vor euch eine lange Zeit voller Liebe!