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Das sechste Monat

Dein Baby bekommt den ersten Milchzahn.

Mit seinen sechs Monaten hält dich dein Baby ganz schön in Schwung. Es bekommt den ersten Milchzahn und versucht vom Löffel zu essen.

Das Baby mit sechs Monaten Der erste Zahn!

Der erste Zahn zeigt sich, zumindest statistisch gesehen. Denn in Wahrheit gibt es hier keine Regel! Der erste Zahn, der durchbricht ist in den meisten Fällen ein vorderer Schneidezahn unten.

Mit 6 Monaten wiegt dein Baby durchschnittlich zwischen 6 und 9 kg und wächst 2 cm. Mit 6 Monaten ist ein Mädchen zwischen 62 und 70 cm und ein Junge zwischen 63 und 72 cm groß.

Das Baby schläft 12 Stunden in der Nacht und 3 bis 5 Stunden am Tag. Dein Baby arbeitet und perfektioniert seine Melodien. Es reiht nun bereits mehrer Silben aneinander: "da-da-da", "ge-ge-ge". Das Baby hebt den Kopf und den Oberkörper. Es dreht sich in alle Richtungen und kann sich schon vom Rücken auf den Bauch und zurück drehen. Legt man es auf den Bauch, stützt es sich mit ausgestreckten Armen ab und reckt sich in die Höhe. Es benutzt seine Hände ganz gezielt, um Gegenstände zu ergreifen. Es kann die Hände unabhängig voneinander einsetzen: Es nimmt zum Beispiel die Rassel von einer Hand in die andere. Seh- und Hörvermögen verfeinern sich: Es sieht deutlich und in die Ferne und kann Farbnuancen unterscheiden. Es unterscheidet die verschiedenen Töne und Geräusche , erkennt sie wieder und weiß, woher sie kommen.

Es lächelt nicht mehr jeden an wie am Anfang. Unbekannte Gesichter müssen sich bemühen und ein breites Lächeln aufsetzen, damit sie ihrerseits angelächelt werden.

Woran ich diesen Monat denken sollte

Ich biete meinem Baby einen Trinkbecher mit Deckel und Schnabel an, damit es möglichst früh lernt allein zu trinken.

Das Zahnen

Noch immer wird das Zahnen gemeinhin für das Auftreten bestimmter Symptome, um nicht zu sagen, Krankheiten, verantwortlich gemacht.

An einer in den USA durchgeführten Studie nahmen 111 Kinder im Alter von 4 bis 12 Monaten teil. Es wurden 475 Zahndurchbrüche notiert. Zwei Mal täglich wurde die Temperatur im Ohr gemessen und die Kinder in Hinblick auf 18 Symptome untersucht. Es stellte sich heraus, dass zehn Symptome während des Zeitraums des Zahnens häufiger auftraten: Beißen, Speicheln, Reiben am Zahnfleisch, Reizbarkeit, Saugen, plötzliches Aufwachen, Reiben der Ohren, Ausschlag im Gesicht, weniger Appetit auf feste Nahrung, Temperaturanstieg auf bis 38°C. Rinnende Nase, Schlafstörungen, weicher oder häufiger Stuhl, Appetitlosigkeit in Bezug auf flüssige Nahrung, Erbrechen werden nicht mit dem Zahnen in Verbindung gebracht.

Diese Studie bestätigt, dass harmlose Symptome während des Zahnens auftreten können (bei 65% der Kinder), aber es konnte aufgrund keines Symptoms mit Sicherheit ein neuer Zahn vorausgesagt werden.

Bevor du also ein schwerwiegendes Symptom oder hohes Fieber darauf zurückführst, dass dein Kleines Zähne bekommt, ziehe auch andere Ursachen in Betracht!

Wie entwickelt es seinen Entdeckungsdrang?

Auch wenn seine sensorischen Fähigkeiten noch nicht ganz ausgereift sind, ist ein Kind mit einigen Monaten durchaus in der Lage, seine Aufmerksamkeit zu bündeln, unter der Voraussetzung, dass es in einer guten Umgebung aufwächst.

Obwohl das Sehvermögen bei den ganz Kleinen noch lange nicht perfekt ist (bis vier Monate ist das Blickfeld sehr eingeschränkt und sie sehen unscharf), können sie dennoch bereits ab der Geburt sich auf Bilder, die ihnen gezeigt werden, konzentrieren.

In diesem Alter fällt es dem Baby jedoch sehr schwer, diese Aufmerksamkeit zu halten. Deshalb ist es sinnlos, seinen Blick für mehr als einige Sekunden zu fixieren. Du kannst versuchen, seine Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum zu erhalten, wenn es die nächste Phase erreicht hat: das Hantieren mit Gegenständen. Ein sehr wertvolles Mittel, die Dinge zu entdecken und zu erschließen. Dadurch können über den Tastsinn eine Reihe an Informationen gespeichert werden. Die Basis für dieses System der Aufmerksamkeit wird im Zuge des ersten Lebensjahrs gebildet. Aber der Rhythmus ist natürlich von Kind zu Kind sehr verschieden und hängt auch von der Fähigkeit der Eltern ab, mit ihrem Kind zu spielen! Denn es liegt ganz an dir, die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes vor dem ersten Geburtstag zu fördern.

Ab 6 Monaten: Formen und Farben

Sobald es allein sitzen kann und sich dadurch sein Gesichtsfeld erweitert, kannst du beginnen, deinem Baby spielerisch Aufgaben zu stellen. Ab dem Zeitpunkt wo es beginnt frei zu sitzen, biete ihm Spiele an, die das Denken fördern, wie z.B. verschiedene Formen, die man in die dementsprechende Form einer Box werfen muss (eine Form eines Puzzles für die ganz Kleinen).

Wie kann ich erreichen, dass das Kind nicht gleich aufgibt? Ganz einfach, nimm aktiv am Spiel deines Kindes teil!

Zeig deinem Kind erst wie es das Spielzeug nehmen soll. Danach lass es selbst versuchen und ermutige  es mit Gesten und Worten zum richtigen Handeln.
 

Das Baby alleine in seinem Zimmer schlafen lassen?

Die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung hängt sehr vom Gleichgewicht zwischen der "elterlichen" Vater-Mutter-Beziehung und der "partnerschaftlichen" Mann-Frau-Beziehung ab. An der Paarbeziehung auf der Ebene zwischen Mann und Frau nimmt das Baby auf seine Weise teil, muss jedoch akzeptieren, dass seine Eltern auch ein Intimleben haben. Denn wenn die Paarbeziehung zu sehr von der Elternbeziehung eingenommen wird, kommt es zu einem Ungleichgewicht.

Dann kann es vorkommen, dass das Baby in der Nacht schreit, die Mutter aufwacht, es hochnimmt, um es zu beruhigen und es schließlich mit ins Ehebett zwischen sich selbst und ihren Mann legt. Häufig wird dann der Vater auf das Sofa im Wohnzimmer übersiedeln. Die "wahre" Geburt eines Kindes erfolgt zu dem Zeitpunkt, wenn es akzeptiert, angstfrei allein in seinem Zimmer zu sein.

Was sowohl für das Kind als auch die Eltern mit einigem Frust verbunden ist. Denn die Eltern müssen selbstsicher genug sein, um dem Weinen ihres Babys nicht allzu schnell nachzugeben. Denn Schlaf und eine ruhige, ausgeglichene Atmosphäre tragen zu einem gelungenen affektiven Übergang bei. Erst wenn das Kind verstanden hat, wo sein Platz ist, kann es hie und da kommen und sich - wenn es dazu eingeladen wurde! - im Warmen zwischen Papa und Mama schmiegen. Dieser Moment ist dann umso eher etwas Besonderes, als er eine Ausnahme darstellt.