Das zwölfte Monat, es ist kein Baby mehr sondern ein Kleinkind. Schon heißt es: Alles Gute zum ersten Geburtstag!
Dein Kind mit einem Jahr
Alles Gute zum Geburtstag!
Das Baby bewegt sich auf allen Vieren fort und kann ganz toll die Stellung wechseln: aufrecht, sitzend, auf allen Vieren,... An einer Hand gehalten, geht das Baby auf zwei Beinen, etwas unsicher torkelnd, mit gespreizten Beinen für mehr Standfestigkeit. Es lernt zu gehen ... und zu fallen!
In diesem Monat nimmt das Baby 400 bis 500 Gramm zu und wächst zwischen 0,5 und 1 Zentimeter. Im Durchschnitt wiegt ein kleines Mädchen zwischen 7,5 und 12 kg und ein kleiner Bub zwischen 8,4 und 12 kg. Die Fontanelle ist nun bereits vollständig geschlossen, jedoch hat sich dort noch kein Knochen gebildet (das wird etwa mit 19 Monaten der Fall sein).
Das Baby sagt die ersten Worte mit Sinn und wiederholt sie in ähnlichen Situationen, z.B.: "wau-wau", wenn es einen Hund sieht.
Seit einiger Zeit kann das Baby bereits Gegenstände, die es in der Hand hält, auslassen, jetzt kann es sie bewusst hergeben. Das Baby liebt es, Dinge aufeinander zu stapeln, kleine Gegenstände in größere hineinzutun, um sie dann gleich wieder herauszunehmen!
Woran ich diesen Monat denken sollte
Nach den rutschfesten Söckchen kaufe ich meinem Kind nun, sobald es gehen kann, das erste Paar Schuhe. Zu Hause kann es dennoch weiterhin barfuß laufen. Ich schicke die Einladungen zu seinem ersten Geburtstag aus und bereite ein kleines Fotoalbum vor, in das die schönsten Erinnerungen an diesen Tag kommen, und - warum nicht ? - Fotos von den Lieblingskuscheltieren oder Lieblingsspielsachen meines Kindes.
Weinkrämpfe
Das ist der häufigste Grund für Ohnmacht bei Babys im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Möglicherweise ist die Veranlagung dazu vererbt. Durch ein unangenehmes Ereignis, Wut oder Schelte können Affektanfälle auftreten.
In zwei Dritteln der Fälle wird das Kind blau: Es schreit, strampelt mit den Beinen, kann seinen Atem nicht kontrollieren. Es wird blau, leitet die Augen ab, Hände und Füße zucken, und es kann manchmal kurz bewusstlos werden. Es kommt rasch wieder zu sich und bekommt wieder Farbe im Gesicht.
In einem Drittel der Fälle wird das Kind bleich. Dieser Zustand ist auf eine vagale Stimulation mit Verlangsamung des Herzrhythmus zurückzuführen. Auslöser kann manchmal ein Schlag auf den Kopf sein. Nach einem kurzen Schrei wird das Kind ganz bleich, fällt und verliert das Bewusstsein, manchmal einhergehend mit Zucken der Extremitäten.
Keine Sorge, wenn dein Kind von Weinkrämpfen gebeutelt wird. Denn allzu besorgte Eltern wollen ihrem Kind alles ersparen, was eine Krise auslösen könnte. Das Kind hat das sehr schnell heraus und kann Weinkrämpfe wunderbar als Druckmittel einsetzen.
Wie soll man aussuchen ohne sich zu irren?
Die beste Methode damit dein Kind gut seinen Gleichgewichtssinn und Halt trainiert, besteht darin, das Kind so oft als möglich barfuß oder mit rutschsicheren Socken laufen zu lassen. Zu Hause, aber auch in der Kinderbetreuungsstätte (wenn du dein Kind schon dort hingibst), achte auf eigene Schuhe nur für drinnen parat zu haben. Wenn du am Meer bist und es das Wetter erlaubt, lass dein Kind barfuß durch den Sand laufen. Das ist eine gute Übung und wird deinem Kind viel Spaß machen! Auf diese Weise können sich auch die Fußknöchel deines Kindes besser kräftigen und der Gang deines Kindes wird schnell immer sicherer werden.
Gut zu wissen: Kinderschuhe kaufst du am besten in einem Fachgeschäft, wo man dich ausführlich beraten wird. Ein weiteres Qualitätsmerkmal: nimm einen Lederschuh mit Ledersohle; wichtig ist auch, dass der Kinderfuß atmen kann, was nicht bei synthetischen Materialien der Fall ist. Damit der Schuh gut sitzt, sollen die Schuhe bis über die Fußknöchel hinauf gehen und am besten zum Schnüren sein, damit sich der Schuh noch besser an den individuellen Fuß anpassen kann.
Man unterscheidet zwei Arten von Schuhen: Lauflernschuhe und Schuhe für Kinder mit bereits sicherem Gang. Im ersten Fall, spricht man generell von Kindern im Alter von 10 bis 12 Monaten wo die Schuhe generell hoch sein sollten aber auch nachgiebig um einen optimalen Halt zu gewährleisten.
Die zweite Art von Schuhen, richtet sich an Kinder, die bereits gut alleine laufen können und im Alter von 3 bis 4 Jahren sind. Die Schuhe sind nun ein bißchen steifer, besonders im Rist, um einem Verdrehen der Fußknöchel vorzubeugen. Alle Modelle haben im Allgemeinen ein Fußbett.
Was muss man beachten: die Ferse soll einen festen Halt haben, der Fuß darf nicht hin und her rutschen und die Schuhgröße muss immer an den Kinderfuß genau angepasst werden. Wichtig ist das die Größe stimmt, entscheide dich für keinen zu großen und keinen zu kleinen Schuh. Spare nicht beim Kauf der Schuhe deines Kindes!
Die Eltern kennen Ihr Kind am Besten
Ihr als Eltern kennt euer Kind am besten! Denn egal was die Zeitschriften, die Lehrerin, die Psychologin oder Ihre Schwiegermutter sagen, kein anderer als ihr verbringt so viel Zeit mit eurem Kind, ist so regelmäßig an seiner Seite, Tag für Tag, steht nachts auf, um es zu trösten, wenn es schlecht geträumt hat, versorgt aufgeschlagene Knie oder seelische kleine Wunden.
Am meisten hat dein Kind von dir, wenn du dich wohl fühlst und im Einklang mit dir selbst agierst und nicht gegen deinen Willen etwas befolgst, was dir nicht entspricht.
Besser eine entspannte Mutter, die den Kopf frei hat und verfügbar ist, weil sie einen Nachmittag im Park ganz für sich allein entspannen konnte, als eine völlig ausgepowerte und erschöpfte Mutter, weil sie gerade vom Logopäden zum Malworkshop und anschließend zur musikalischen Früherziehung hetzt.
Nur du selbst weißt, warum du in diesem Moment vielleicht auf die eine oder andere Förderung verzichtest und so manche erzieherische Priorität hintenanstellst - zum Wohle aller.
Denn die wahre Spezialistin und Expertin für Fragen deiner Kinder betreffend bist DU und niemand sonst.