Was soll man essen?
Die Antwort ist einfach: Ein bisschen von allem!
Aber viele Frauen wissen nicht warum sie jetzt diese komischen Gelüste haben. Essiggurkerl und Schoko - wie passt das den zusammen?
Die Gelüste
Wenn sie einer ausgewogenen Ernährung nicht im Wege stehen, muss man sich deswegen nicht schuldig fühlen und kann sie ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, befriedigen. Dein Organismus gibt dir oft zu erkennen, was er braucht. Werde aber nicht täglich bei einer Tafel Schokolade schwach, sondern versuche maßvoll zu sein!
Wie soll man mit Gelüsten umgehen
Es gibt immer noch das Bild der schwangeren Frau, die mitten im Winter Lust auf Erdbeeren hat. Wenn deine Gelüste mit einer ausgewogenen Ernährung im Einklang stehen und keine Verdauungsstörungen hervorrufen, gib ihnen ruhig nach. Wenn du allerdings jeden Tag bei einem Schokolade-Eclair schwach wirst oder Speisen so stark pfefferst, dass es dir die Tränen in die Augen treibt, tust du dir nichts Gutes.
Kleine Tricks
Lass keine Mahlzeiten aus; wenn du unter Verdauungsproblemen leidest, iß öfters und dafür kleinere Portionen.
Würze deine Speisen mit frischen Kräutern. Petersilie, Schnittlauch und Basilikum werden deinen Gaumen auf ganz natürliche Weise erfreuen.
Achte darauf, dass du leichte Imbisse in Reichweite hast (Äpfel, Radieschen, Joghurt oder auch ein kleines Stück Lebkuchen).
Koche ohne Fettbeigabe.
Wenn du am Ende der Schwangerschaft ein Brennen im Magen verspürst, teile dies deinem Gynäkologen mit.
Du musst Salz nicht gänzlich vom Speiseplan streichen, außer dein Arzt ordnet es an. Besser ist es nicht automatisch nachzusalzen und auf Chips, Erdnüsse und Wurstwaren zu verzichten.
Die berühmten Verbote
Manche Nahrungsmittel können Vergiftungen hervorrufen.
Schalen- und Weichtiere stellen ein Hepatitisrisiko dar.
Wenn du nicht vor Toxoplasmose geschützt bist, iß kein rohes oder ungenügend gegartes Fleisch und meide Obst und Gemüse, das mit Erde verschmutzt ist. Es muss unbedingt mit viel Wasser gewaschen werden. Gekochte Nahrungsmittel stellen keine Gefahr dar.
Schränke deinen Konsum von Tee, Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken ein und gib Kräutertees den Vorzug.
Alkohol ist Gift für das Baby. Er geht ins Blut über und wird auch nicht von der Plazenta aufgehalten.
Wie viel soll man essen
Jeden Tag benötigst du im Durchschnitt 2100 bis 2250 Kalorien. Nicht viel mehr als die 2000 Kalorien, die andere Frauen auch brauchen. Dein täglicher Nahrungsbedarf entspricht den folgenden Mengen:
1/2 Liter Halbfettmilch
50 g Käse
100 bis 150 g Fleisch
30 g Butter, Öl oder Margarine
250 g rohes oder gekochtes Gemüse
100 g Kartoffeln
100 g Vollkornbrot
1 Stück frisches Obst
Auf das Gewicht achten
Der Zeiger der Waage verzeiht nicht und ist erbarmungslos! Am Ende der Schwangerschaft sollte er ein Mehrgewicht von 8 bis 12 kg anzeigen. Das ist ein idealer Durchschnittswert, der von den Ärzten je dem Fall und Körperbau angepasst, errechnet wird. Im Allgemeinen bleibt das Gewicht während der ersten 3 Monate stabil. Danach nimmst du nach und nach zu, und zwar um durchschnittlich 1,5 kg pro Monat. Wiege dich immer auf der gleichen Waage, aber nicht öfter als einmal in der Woche.
Nicht zu viel zunehmen
Wenn du zu stark zunimmst, ist deine Ernährung möglicherweise zu reichhaltig. Es ist Zeit auf eine ausgewogene Ernährung umzusteigen, um negative Auswirkungen einzuschränken. Hier einige Ratschläge:
Vermeide Knabbereien zwischen den Mahlzeiten. Stille deinen Heißhunger, indem du kaltes Fleisch, helles Hühnerfleisch, magere Milchprodukte, Obst, rohe Karotten, Radieschen, Paradeiser, Kirschen etc. in vernünftigen Mengen ißt.
Wähle leichte Zubereitungsmethoden „ohne Fett“, aber mit viel Geschmack.
Lass dich von Bioprodukten verführen!
Warum soll man biologischen Nahrungsmitteln den Vorzug geben? Weil Bioprodukte über zahlreiche Qualitäten verfügen. Obst wird erst geerntet, wenn es reif ist, und das Gemüse ist reicher an Geschmack, denn es wurde ohne Düngemittel, Schädlingsbekämpfungs- und Unkrautvertilgungsmittel angebaut. Biologische Nahrungsmittel enthalten keine Zusatzstoffe, Antibiotika oder Farbstoffe. Sie sind reicher an „lebenden“ Mikronährstoffen und erbringen verbesserte Energie. Achtung – die Bezeichnung „Bio“ ist aber kein Garant für den Vitamingehalt. Nach biologischen Gesichtspunkten zu kochen, geht vor allem mit der Geisteshaltung einher. Die Schwangerschaft ist der optimale Zeitpunkt sich bewusst zu machen, was du zu dir nimmst und welche Qualität die Produkte haben. Lerne den Eigengeschmack der Nahrungsmittel schätzen und genieße ausgewogene, schmackhafte, nahrhafte Gerichte. Lass deine Kreativität spielen und dich von einer „bunten Küche“ inspirieren. Auf das Gewicht achten.
Brot, stärkehaltige Nahrungsmittel und Getreide
Sie liefern Kohlehydrate und „langsame Zucker“ und sind für die Entwicklung des Babys notwendig. Wenn du diese Nahrungsmittel täglich in vernünftigen Mengen zu dir nimmst, nimmst du davon nicht zu.
Brot: Dunkles oder Vollkornbrot
Teigwaren: Vollkorn- oder Halbvollkornteigwaren
Vorgekochter Weizen: Er wird wie Teigwaren oder Reis verwendet und ist reich an Ballaststoffen, welche die Darmpassage erleichtern
Reis: Vollkornreis
Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen
Kartoffeln: gedämpft / in der Schale
Einige Empfehlungen
Der Rhythmus der Mahlzeiten
Vier Mahlzeiten sind besser als drei! Frühstück, Imbiss am Vormittag oder Nachmittag, Mittagessen und Abendessen. Auf diese Weise werden Übelkeit, Schweregefühl und Aufgetriebensein vermieden.