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Intimpflege

Die wichtigsten Tipps für die richtige Pflege

Die weibliche Intimzone ist sehr empfindlich. Von der Natur mit einem speziellen Säuremantel ausgestattet, wird dieser zumeist von gewöhnlichen Seifen arg angegriffen.

Geschichte der Intimhygiene

Schon seit jeher haben sich Frauen in allen Kulturen mit dem Thema Intimhygiene beschäftigt.
Waren es im alten Rom die Badehäuser, die als wichtiges gesellschaftliches Element, die Hygiene sozusagen förderten, legt der Koran gleich grundlegende Hygienemaßnahmen von vornherein fest – vor allem im Hinblick auf die Entfernung der Körperbehaarung.


In Europa kam das Waschen mit Wasser - zugunsten des Parfums -Ende des 16. Jahrhunderts aus der „Mode“. Bis in das 20. Jahrhundert waren private Toiletten und Bäder nur der Oberschicht vorbehalten. Seit den 1920er Jahren versuchte man allgemein auf die Wichtigkeit der Intimhygiene aufmerksam zu machen.
 

Allgemeine Intimhygiene

Die weibliche Intimzone ist sehr empfindlich. Von der Natur mit einem speziellen Säuremantel ausgestattet, wird dieser zumeist von gewöhnlichen Seifen arg angegriffen. Waschlotionen mit einem niedrigen ph-Wert, meist auf der Basis von Milchsäure, helfen hier Hautirritationen vorzubeugen.

Brennen, Juckreiz, Schwellungen und verstärkter Ausfluss: viele Frauen kennen das. Mikroorganismen in der Scheide sind durcheinandergeraten ist. Es muss jedoch nicht gleich ein Pilz sein.

Eine Pilzerkrankung bildet sich, sobald das Säuregleichgewicht gestört ist. Hefepilze können sich damit entwickeln.

 

Die gesunde Scheide ist, wie z.B. auch der Darm oder der Mund, mit zahlreichen nützlichen Bakterien und Pilzen besiedelt („Flora“). Ihre Anzahl ist von Frau zu Frau unterschiedlich und verändert sich je nach Alter und Zyklusphase. In der gesunden Scheide überwiegen die Milchsäurebildenden Bakterien.

Die Milchsäure sorgt für ein saures pH-Milieu (pH-Wert 3.5 – 4.5). Dieses saure Milieu verhindert das Eindringen krankheitserregender Bakterien und Pilze, die sich ansiedeln, vermehren und aufsteigen können. So sind Scheide, innere Geschlechtsorgane und Harnwege wirksam vor Infektionen geschützt.

 

Lactobacillen-Mangel

Etwa jede 3. Frau hat zu wenig Lactobacillen. Dieser anfänglich oft unbemerkt verlaufende Lactobacillen-Mangel führt häufig zu unangenehmen Beschwerden im Intimbereich – vermehrtem Ausfluss, Juckreiz, Brennen, Geruch. Dadurch wird die Lebensqualität der Frau massiv beeinträchtigt. Ein Mangel an Lactobacillen kann auch zur „bakteriellen Vaginose“ führen. Infektionen werden begünstigt, das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt steigt.

 
Eine der häufigsten Ursachen einer gestörten Scheidenflora ist falsche oder übertriebene Intimhygiene. Auch Hormonveränderungen (z.B. Menstruation, Schwangerschaft, Wechseljahre), Tampons, Stress, Geschlechtsverkehr und Medikamente (z.B. gegen Pilzinfektionen, Antibiotika, die „Pille“) können das Abwehrsystem der Scheide schwächen.
 
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