Intimpflege - nicht nur ein Thema unserer Zeit. Schon seit jeher haven sich Frauen in allen Kulturen mit diesem wichtigen Thema beschäftigt.
Geschichte der Intimhygiene
Schon seit jeher haben sich Frauen in allen Kulturen mit dem Thema Intimhygiene beschäftigt.
Waren es im alten Rom die Badehäuser, die als wichtiges gesellschaftliches Element, die Hygiene sozusagen förderten, legt der Koran gleich grundlegende Hygienemaßnahmen von vornherein fest – vor allem im Hinblick auf die Entfernung der Körperbehaarung.
In Europa kam das Waschen mit Wasser - zugunsten des Parfums -Ende des 16. Jahrhunderts aus der „Mode“. Bis in das 20. Jahrhundert waren private Toiletten und Bäder nur der Oberschicht vorbehalten. Seit den 1920er Jahren versuchte man allgemein auf die Wichtigkeit der Intimhygiene aufmerksam zu machen.
Allgemeine Intimhygiene
Die weibliche Intimzone ist sehr empfindlich. Von der Natur mit einem speziellen Säuremantel ausgestattet, wird dieser zumeist von gewöhnlichen Seifen arg angegriffen. Waschlotionen mit einem niedrigen ph-Wert, meist auf der Basis von Milchsäure, helfen hier Hautirritationen vorzubeugen.
Brennen, Juckreiz, Schwellungen und verstärkter Ausfluss: viele Frauen kennen das. Mikroorganismen in der Scheide sind durcheinandergeraten ist. Es muss jedoch nicht gleich ein Pilz sein.
Eine Pilzerkrankung bildet sich, sobald das Säuregleichgewicht gestört ist. Hefepilze können sich damit entwickeln.
Du willst mehr über das Thema Pilzinfektionen wissen? Unseren Artikel dazu findest du hier!
Intimhygiene nach der Entbindung
Nach der Entbindung setzt der Wochenfluss ein. Aus der Wunde der abgelösten Plazenta in der Gebärmutterinnenwand, scheidet der Körper restliches Blut, weiße Blutkörperchen, Flüssigkeit und Vaginalsekret aus. Der Wochenfluss dauert in der Regel ca. 2–6 Wochen an. Die Farbe und Konsistenz des Ausflusses verändert sich von zuerst blutrot, über bräunlich – ähnlich altem Blut - bis zu bernsteinfarben.
Der Wochenfluss selbst ist völlig normal. Der Körper muss sich eben erst erholen – gib ihm diese nötige Zeit. Wenn du jetzt schon an Geschlechtsverkehr denkst, benutze aufgrund der Möglichkeit aufsteigender Keime unbedingt Kondome.
So pflegt man sich richtig
Am besten eignen sich jetzt dicke Einlagen oder spezielle Binden. Diese sind ca. alle 2-3 Stunden zu wechseln. Die Verwendung von Tampons während des Wochenflusses besprich am besten mit deinem Frauenarzt.
Lege jetzt auch viel Wert auf die Hygiene deiner Hände!
Gleich zum Arzt
- Die Blutung kann kaum mit Binden aufgefangen werden.
- Die Blutung ist auch nach mehr als einer Woche noch immer hellrot.
- Die Blutung hört bereits nach wenigen Tagen auf.
- Das Blut enthält große Blutbrocken oder Blutgerinnsel.
- Es tritt fischartiger oder eitriger Geruch: Es könnte sich um einen Wochenfluss-Stau handeln.
- Es tritt Fieber oder Schüttelfrost auf.