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Die weibliche Haut

Die Haut - was sie so ansziehend macht.

Die Haut - was sie so ansziehend macht. Sie sendet Signale und Duftstoffe aus.

Der Duft der Frauen

 
Die Haut ist unser größtes Organ und ihre Funktionen sind so vielfältig, dass sie von der Wissenschaft noch immer nicht sollständig erfasst sind. Unsere Haut ist die Grenze zur Außenwelt und gleichzeitig unser Medium. Sie schützt uns und kann doch unser Innerstes preisgeben, wenn sie uns die Schamesröte ins Gesicht treibt. Sie ist robust, heilt bei Verletzungen von selbst und ist gleichzeitig so empfindsam, dass uns bei der bloßen Berührung eines geliebten Menschen Schauer den Rücken hinunterlaufen können.
 
Die Signalfunktion der Haut ist ein uraltes Relikt: Chemische Verbindungen, von der Haut produziert, werden im Riechhirn registriert und wirken auf innere Drüsen. Sekrete der Haut und der Achsel beeinflussen somit die Hormonssteuerung im Gehirn. Auch das ist wissenschaftlich erwiesen: Duftstoffe in der weiblichen Haut führen zu erotischen Gedanken im Gehirn des Mannes und fördern sogar die Testosteronbildung des Hodens. Forscher der Universität von Chicago entdeckten, dass hormonähnliche Stoffe in der Haut und in den Hautanahnorganen den Stoffwechsel im Gehirn des Partners, der diese Hauthormone registriert, verändern. Wenn Frauen Substanzen riechen, die den männlichen Hormonen ähnlich sind, aktiviert dies den Hypothalamus im Gehirn. Gleiches geschieht auch bei Männern, wenn sie eine östrogenartige Substanz der weiblichen Haut wahrnehmen. Dies zeigt, wie groß die Wechselwirkung von Haut und Hormonsteuerung ist.

 

Dass die Haut ein elektronischer Kommunikator ist, konnten kürzlich israelische Forscher zeigen: In Erregungszuständen, bei körperlicher Anstrengung, aber auch unter dem Einfluss bestimmter Hormone füllen sich die unter der Haut liegenden Drüsengänge unserer Schweißdrüsen mit Flüssigkeit und werden Antennen für elektromagnetische Wellen. Sie registrieren Strahlen von rund 100 Gigahertz und reflektieren diese wieder zurück.

 
Die Kommunikation zwischen Haut und Hormonhaushalt ist bei der Frau besonders ausgeprägt. Denn die Geschlechtshormone üben während des Zyklus und in der Schwangerschaft auf die Haut ähnlich große Einflüsse aus wie auf die Gebärmutter. Hormonstörungen spiegeln sich daher auch in der Haut wider: Nehme die Geschlechtshormone ab, so sinken auch die kollagenen Stützfasern. Östrogene verbessern die Qualität der Hautzellen und verlängern ihre Lebensspanne.

 

 Artikel entnommen aus:

Die Gesundheit der Frau
Warum Frauen länger leben

Verfasser: Johannes Huber

16,5 x 24,0 cm
350 Seiten
EUR: 24,95 CHF: 42,80

ISBN: 978-3-8000-7389-4

Frauen leben länger als Männer. Die Erklärung dafür ist einfach: Ihr Körper ist besser als der des Mannes. Er hat mehr Funktionen, ist anpassungsfähiger und in der Lage, Genprogramme zu aktivieren, die es im Körper des Mannes gar nicht gibt. Doch der weibliche Köper ist auch anfälliger gegenüber Störungen von außen. Was das für Konsequenzen für die Frauengesundheit hat und wie die moderne Medizin darauf reagiert, beziehungsweise reagieren sollte, steht im neuesten Buch von Professor DDr. Johannes Huber.