Grundlagen
Die Herstellung homöopathischer Arzneien beruht auf der Potenzierung und Verdünnung der Ausgangsstoffe.
Die Potenzierung
Die in der Homöopathie verwendeten Ausgangsstoffe können in sehr hohen Konzentrationen wiederholt eingenommen Krankheitssymptome hervorrufen. Deshalb werden diese Ausgangsstoffe so lange verdünnt und dabei stufenweise verrieben (Minerale und Metalle) oder ver-schüttelt (flüssige Ausgangsstoffe), bis die krank machende Wirkung in eine heilende umschlägt. Dieser Verdünnungsvorgang wird in der Homöopathie Potenzierung oder auch Dynamisierung genannt.
Die Verdünnung kann nach der Mehrglas-Methode (für jede Verdünnung muss ein eigenes Gefäß benutzt werden – nach Hahnemann) oder nach der Einglas-Methode (Verdünnung und Potenzierung im gleichen Gefäß – nach Korsakoff) erfolgen.
Die Potenzen
D(ezimale)-Potenz: Verdünnung 1:10
C(entesimale)-Potenz: Verdünnung 1:100
Q-Potenz auch LM-Potenz genannt: Verdünnung 1:50.000
K(orsakoff)-Potenz: Verdünnung 1:100 nach der Einglasmethode!
Auf den Etiketten homöopathischer Arzneien finden sich der Name der Ausgangssubstanz und die Potenzierstufe. So bedeutet die Bezeichnung Atropa bella-donna D3, dass von der Urtinktur aus Tollkirsche (Atropa bella-donna ) dh. der Ausgangssubstanz, ein Tropfen genommen wurde und dieser mit 9 Tropfen Alkohol verschüttelt wurde. Von dieser Lösung wurde wieder ein Tropfen genommen und mit 9 Tropfen Alkohol verschüttelt. Davon wurde nun abermals ein Tropfen mit 9 Tropfen Alkohol verschüttelt. Das Ergebnis ist Belladonna D3.
Warum wirken homöopathische Arzneien
Durch das oben erwähnte Verschütteln und Verreiben wird die in der Ausgangssubstanz enthaltene Information an den Trägerstoff (z.B. Milchzucker, alkoholhältige Lösung) weitergegeben. Dieser nimmt die Information auf und gibt sie weiter. So lässt sich auch erklären, dass Verdünnungen, die rein rechnerisch kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr enthalten trotzdem eine sehr starke Wirkung entfalten können. Vorstellen kann man sich diese Informationsübertragung wie bei einer Musik-CD. Kein Chemiker der Welt kann anhand einer chemischen Analyse feststellen ob auf dieser CD Musik von Mozart oder Madonna gespeichert ist. Nur mit dem passenden Abspielgerät (einem CD-Player) kann man das feststellen. Das passende „Abspielgerät“ für Homöopathische Arzneien ist der menschliche Körper. Nur er kann die in der Arznei enthaltenen Informationen richtig verarbeiten.