Es ist bei manchen Kindern einfach ein Drama: bis jetzt ausgeglichen geht das Gejammer im Kindergarten los. Enorme Trennungsängste, Geplärre und Höllenqualen für die Eltern. Meist reden sich die Mütter ein extrem schlechtes Gewissen ein, man denkt man ist ja eine so schlechte Mami, wenn man das Kind jetzt einfach so "weggibt". Keine Angst, den meisten Eltern geht es gleich. Wir haben einige Tipps wie´s vielleicht besser und leichter klappt!
Kein großer Abschied
Du solltest versuchen einen langen, theatralischen Abschied zu vermeiden. Auch wenn dies für die meisten Eltern sehr schwer ist, ist es das Beste, wenn du dich kurz verabschiedest, deinem Kind erklärst wann du es abholst und, dann gehen. Wenn es zu Weinanfällen kommt bleib stark und überlasse das Trösten der Pädagogin.
Achtung: Heimlich den Kindergarten verlassen ist ein großer Fehler! Dein Kind fühlt sich dadurch im Stich gelassen und verliert sein Vertrauen zu dir.
Ein langsamer Start ist ein guter Start
Oft ist es möglich, dass Eltern während der ersten Tage im Kindergarten bleiben können. So müssen Sie die Trennung von Ihrem Kind nicht so abrupt gestalten. Außerdem solltest du mit der Pädagogin ausmachen, dass sie dich anruft sollte es Probleme geben, damit du schnell bei deinem Kind sein kannst.
Andere Wege gehen
Du tadelst dein Kind und plötzlich kommt die Antwort: „Das machen wir aber im Kindergarten immer so!“? Bleibe ruhig. Mit dem Eintritt in den Kindergarten beginnt für dein Kind eine neue Phase, in der es nun auch einen neuen, erziehenden Menschen in seinem Leben gibt: die Erzieherin. In manchen Punkten werden sich die Regeln zu Hause von denen im Kindergarten unterscheiden. Versuche Kompromisse zu finden und/oder deinem Kind zu erklären, dass manche Dinge zu Hause trotzdem so gemacht werden müssen wie du es ihm erklärst. Solltest du Probleme mit manchen Regeln der Pädagogin haben ist es anzuraten, dass du das Gespräch suchst. Vielleicht sind die Regeln nach einer Erklärung gar nicht so abwegig.
Ein Ausflug in den Kindergarten
Bei vielen Kindergärten ist es heutzutage möglich schon einmal einen Tag in den „Kindergartenbetrieb“ reinzuschnuppern. Dies wird deinem Kind sicherlich beim endgültigen Kindergarten start helfen, da es sich zumindest schon einmal mit den Räumlichkeiten und Personen vertraut machen hat können.
Zeige Verständnis für dein Kind
Dein Kind wird anfangs sehr müde vom Kindergarten zurückkommen. Größere Unternehmungen sollten also für eine Zeit hinten angestellt werden, da dein Kind Zeit benötigt um die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Außerdem kommt es oft vor, dass Kinder am Anfang der Kindergartenzeit unausgeglichen und launischer als vorher sind. Dies rührt daher, dass sich die Kinder den ganzen Tag in der ungewohnten Umgebung zurücknehmen und dann am Abend, in der gewohnten Umgebung, die Emotionen aus Ihnen regelrecht „rausbrechen“. Nimm diese Ausbrüche mit Milde und Verständnis.
Was machen, wenn sich der Kleine weigert?
Wieder einmal ist Geduld das um und auf. Manche Kinder sind gleich begeistert von ihrer neuen Umgebung, manche brauchen bis Weihnachten, wieder andere sind überhaupt erst glücklich wenn sie nicht mehr die Jüngsten in der Gruppe sind. Wenn sich dein Kind in der Früh weigert in den Kindergarten zu gehen mußt du konsequent bleiben.
Ist mein Kind bereit für den Kindergarten?
Dein Kind ist reif für den Kindergarten wenn:
• es sich allein beschäftigen kann und seine Aufmerksamkeit auf ein Spiel oder eine andere Tätigkeit fokussieren kann.
• es keine (größeren) Probleme macht, falls du es für ein paar Stunden bei Freunden, Verwandten oder mit dem Babysitter alleine läßt.
Du könntes das Kind eine gewisse Zeit bei einer Verwandten, Freundin oder einem Babysitter lassen, ohne dass die Trennung zur emotionalen Katastrophe für alle Beteiligten wird.
• es Kontakt zu anderen Kindern sucht und sich für diese interessiert
• es sich selbstständig um seine Sauberkeit kümmern kann. Die Pädagogin ist nicht dazu da Ihrem Kind Reinlichkeit beizubringen. Wenn allerdings mal vor lauter Schreck und Aufregung etwas ein bisschen Schief geht ist dies auch kein Problem.
• es beim An- und Ausziehen wenig bis keine Hilfe mehr benötigt. Schuhebinden und Weste zuknöpfen sind natürlich ausnahmen bei denen die Pädagogin gerne Hilft.
• es fähig ist einfache Kommunikation zu führen. Es sollte kleine Fragen, kleine Antworten und Bedürfnisse formulieren können.