Leider begründen sich sehr viele Haushaltsunfälle in unserer eigenen Schlampigkeit. Kinder haben Zugang zu Substanzen, die giftig für sie sind und die kindliche Neugier ist einfach nicht zu unterschätzen. Warum soll man die tollen blauen Tabletten nicht probieren? Die sehen doch so lecker aus!
Die bittere Realität
In Österreich kommt es jedes Jahr zu 3.000 Vergiftungsunfällen von Kindern. Vor allem Kleine erforschen alles, was nicht niet- und nagelfest ist: Medikamente, Putzmittel, Pflanzen, Chemikalien, Alkohol, Zigaretten. Wenn etwa das Kind aus der bunt-lockenden Flasche Lampenöl statt Limonade zu sich nimmt, dann heißt es: Hilfe, Vergiftung! Die oberste Regel: Auf keinen Fall selbst pfuschen!
Was tun?
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Vorfall erheben: Was? Wie viel? Wer? Wann? Wo? Wie? Warum?
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Vergiftungszentrale anrufen (siehe Kasten) und Rettung rufen.
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Strikt verboten: gut gemeinte Aktionen. Milch, Salzwasser oder Aktivkohle verabreichen und Erbrechen auslösen sind absolute No-Gos!
Gefahrenquellen vermeiden
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Medikamente, Putzmittel, Chemikalien in geeigneten Behältern und für Kinder unerreichbar – also in zwei Metern Höhe – aufbewahren.
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keine herunterhängenden Kabel – von Friteusen u. ä. – in der Küche. Auf der hinteren Herdplatte kochen.
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Kinder auf den Herd schauen lassen – wenn Kinder sehen können, was auf dem Herd passiert, ziehen sie nichts hinunter.
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Kinder nie unbeaufsichtigt zum Spielen in der Küche lassen – auch nicht für einen kurzen Moment!
Notrufnummern
Euro-Notruf: 112
Rettung: 144
Ärzte-Notdienst: 141
Vergiftungsinformationszentrale VIZ:
Tel. 01 4064343
http://www.meduniwien.ac.at/viz/
Links
http://www.grosse-schuetzen-kleine.at/
http://www.brandverletzte-leben.de/etom/index.php?id=69
http://www.verbrennungsmedizin.de/leitlinien.htm