Aufgeschlagene Knie, Verbrennungen, Gehirnerschütterung - nicht alle Folgen der Abenteuerlust sind immer zu vermeiden. Umso wichtiger im Ernstfall richtig zu reagieren.
Kleine Schrammen – große Wirkung
Mit dem Dreirad gestürzt? Beim Laufen gestürzt? Besonders im Sommer sind Schürfwunden unvermeidbar: Die mehr oder weniger großen Abtragungen der Haut mit unregelmäßigen Wundrändern entstehen durch unliebsamen Kontakt mit rauhen Oberflächen.
Leichte Abschürfungen bluten nicht, da die Oberhaut keine Blutgefäße enthält. Weh tun sie trotzdem, werden doch feine Hautnerven beschädigt. Ist auch die darunterliegende Lederhaut verletzt, blutet es, wenngleich meist nicht sehr stark. Negieren sollte man Schürfwunden dennoch nicht, denn sie sind meist verunreinigt – und das kann unbehandelt von einer Wundinfektion bis zur Blutvergiftung führen!
Was tun bei Schürfwunden?
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Beruhige dein Kind und wasche dir die Hände
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Säubere die Wunde mechanisch von Fremdkörpern, z.B. mit einem Mulltupfer oder einer sterilen Pinzette. Dabei immer vom Inneren der Wunde nach außen arbeiten!
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Spüle die Wunde unter fließendem Wasser und desinfiziere sie mit Povidon-Jod-Lösung bzw. einem Wundreinigungstuch – und zwar auch dann, wenn keine Verschmutzung zu sehen ist.
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Schürfwunden heilen am besten an der Luft – den Schorf aber nicht abkratzen! Nur Wundflächen, die von Kleidung bedeckt sind, sollten mit Pflaster oder Sprühverband geschützt werden.
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Wann zum Arzt? Sofort gehören Schürfwunden zum Arzt, wenn tiefe Verletzungen vorliegen, bei starker Blutung oder bei Verdacht auf Knochenbeteiligung (starke Schmerzen, offensichtliche Fehlstellung), wenn Fremdkörper nicht entfernt werden können oder wenn man sich nicht sicher ist, ob Tetanusschutz vorhanden ist.
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Ebenfalls ist der Arzth aufzusuchen, wenn später auftretende Schwellung, Rötung, Pochen, Schmerzen oder Eiter anzeigen, dass sich die Wunde entzündet hat.
Platzwunden - kühlen Kopf bewahren
Sprung und peng, eine Platzwunde an der Stirn! Gerade bei Kindern, deren Kopf im Verhältnis zum restlichen Körper größer ist als bei Erwachsenen, geht die direkte Einwirkung stumpfer Gewalt oft mit Kopfverletzungen einher. Die Haut macht zwar einiges mit, aber an Stellen, die direkt über Knochen liegen, platzt sie doch dann und wann – was zu viel ist, ist eben zu viel! Jetzt heißt es kühlen Kopf bewahren, denn Platzwunden bluten heftig.