Alles beginnt mit dem Kalender. Der richtige Moment darf nicht versäumt werden! Einmal pro Monat stellt sich dein Körper mit dem Eisprung auf die Empfängnis ein.
Der Eisprung: Diesen Zeitpunkt darfst du nicht versäumen!
Bei jedem Zyklus wiederholt sich das gleiche Szenario: Vom ersten bis zum vierzehnten Tag „reift“ deine Keimdrüse, der Eierstock, heran. Unter dem Einfluss der Östrogene wachsen im Inneren die Follikel heran, von denen sich nur einer wirklich entwickeln wird. Wenn er rund wie eine kleine Kirsche ist, tritt er an die Oberfläche des Eierstocks und muss nur noch auf das Hormonsignal warten, um das Ei freizusetzen. Dein weiblicher „Keim“ muss nun auf den männlichen Keim, das Spermium, warten. Sobald das Ei durch die Verschmelzung der beiden Keime befruchtet ist, beginnt das Abenteuer und ein Baby entsteht.
Am Beginn des fünfzehnten Tages
Bei Frauen mit einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen wird das Signal zur Freisetzung der Eizelle am vierzehnten Tag ausgelöst. Das Ei wird sofort in den Eileiter, einen langen Schleimhautkanal, der den Eierstock mit der Gebärmutter verbindet, gesaugt. Hier spielt sich alles ab, wenn deine Eizelle auf ein kräftiges Spermium trifft! Die idealen Voraussetzungen liegen nun alle vor, denn der Gebärmutterhals ist offen und erzeugt einen flüssigen Schleim, der die Spermien in Richtung Eierstock leitet. Dies ist der Tag X, um ein Baby zu empfangen!
Vorsorgende Hormone
Der an der Oberfläche des Eierstocks verbliebene Follikel bleibt deswegen nicht untätig! Er sondert Progesteron ab, jenes Hormon, das die Aufgabe hat, die zukünftige Wiege des Babys vorzubereiten: die Gebärmutterhöhle. Letztere ist mit einer „Endometrium“ genannten Schleimhaut ausgekleidet, die sich nach und nach verändert.
Verpasstes Rendezvous?
Was geschieht, wenn die Spermien das Rendezvous „verpasst“ haben? Dann verkümmert die Eizelle und stirbt ab. Die Produktion des Progesteron wird unterbrochen. Das Endometrium löst sich im Uterus auf. Das ist der Beginn der Regelblutung. Keine Panik! Du verfügst über eine große Reserve von 300 bis 400 Eizellen, die noch befruchtet werden können.
Der richtige Zeitpunkt
Das Timing ist von wesentlicher Bedeutung. Der Eisprung ist der einzige Zeitpunkt, an dem im Prinzip eine Befruchtung stattfinden kann, und zwar zwischen dem zehnten und vierzehnten Tag bei einem normalen Zyklus von 28 Tagen. Solltest du ein Baby wünschen, darfst du diesen Zeitpunkt nicht verstreichen lassen! Wenn dein Zyklus regelmäßig ist, ist es einfach. Falls nicht, mach dir sich trotzdem keine Sorgen. Die für den Eisprung zuständigen Hormone können manchmal ein paar Tage „schmollen“. Ein bisschen Stress, Aufregungen, eine Reise oder ein Klimawechsel reichen schon aus, um sie zu beeinflussen. Oft spielt sich alles im Kopf ab! Eine an der Gehirnbasis gelegene Drüse, die Hypophyse, reguliert nämlich Ihre Hormonausschüttung und kann für eine kleine Hormonstörung verantwortlich sein.
Die richtige Methode
Zögere nicht, deinen Arzt um Hilfe zu bitten, damit du mit größerer Genauigkeit bestimmen kannst, wann deine Zeit des Eisprungs ist. An Mitteln fehlt es nicht: Harntest, Bluttest, Ultraschall und Untersuchung des Zervixschleims. Eine ganz klassische Methode ist nach wie vor die Kurve der über mehrere Monate gemessene Temperatur. Sie beruht auf dem deutlichen Temperaturunterschied zum Ende des Eisprungs. Man muss also nur ein bisschen rechnen! Der Nachteil? Man muss konsequent und beharrlich sein, denn die Methode ist zwar relativ einfach, aber auch ein bisschen lästig. Achte auf die Anzeichen während der Zeit des Eisprungs.
Die Anzeichen für den Eisprung
Manche Anzeichen können darauf hindeuten, treten aber nicht immer auf:
• Spannung in den Brüsten und Krämpfe im Unterbauch
• stärkere Schleimabsonderung
• eine eventuelle Empfindlichkeit im Bereich eines Eierstocks oder eine leichte Blutung