Bis vor einigen Jahren waren es durchwegs die Risiken bzw. negative Aspekte, die mit dem Thema assoziiert wurden.
Aus medizinischer Sicht gilt heute eine Frau, die mit 35 Jahren ihr erstes Kind auf die Welt bringt, als späte Mutter, und wird häufig auch als Risikoschwangere eingereiht.
Trend zur späten Mutterschaft?
Eine Prognose der Statistik Austria zeigt allerdings, dass bis ins Jahr 2030 das Durchschnittsalter für eine erstgebärende Frau auf 31 Jahre steigen wird. Ebenfalls eindrucksvoll zeigt sich auch, dass sich seit 1998 die Anzahl der 40-bis 44-Jährigen, die ein Kind zur Welt gebracht haben, annähernd verdoppelt hat. Den Vorteilen, die eine junge Mutter mit sich bringt, stehen aber auch einige Nachteile gegenüber.
Es gibt eine Vielzahl von Gründen warum sich Frauen erst spät für die Mutterrolle entscheiden. Außer Fertilitätsstörungen und ungewollte Kinderlosigkeit, gibt es aber auch bewusste Entscheidungen, die den Kinderwunsch erst jenseits der 30 ansiedeln. Die berufliche Etablierung, sowie eine angestrebte Karriere stehen häufig an erster Stelle. Erst wenn dieses erreicht wurde, entscheiden sich viele Mütter für ein Kind. Dabei muss auch erwähnt werden, dass diese Frauen meist auch finanziell besser abgesichert sind, als sehr junge Frauen. Daher ist es oft für sie einfacher, sich ausschließlich auf das Kind zu konzentrieren, da sie sich meist nur wenige Gedanken um eine gesicherte Existenz machen müssen.
Die Partnerschaft bestimmt den Zeitpunkt
Ein weiterer Aspekt, der nicht von der Hand zu weisen ist, ist die Tatsache, dass Beziehungen in der heutigen Zeit eher instabil sind. Eine intakte Partnerschaft ist aber häufig auch eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mutterschaft. Somit wird der Kinderwunsch oft hinausgeschoben, um „ideale“ Voraussetzungen für den Nachwuchs zu gewährleisten.
Zahlreiche Studien kommen auch zu dem Schluss, dass Frauen mit schlechterer Ausbildung durchschnittlich früher Kinder bekommen, als gut ausgebildete. Aber auch hier gilt, dass die Entscheidung sehr häufig von der Beziehungsqualität abhängig ist.
Ob nun eine Frau in jungen oder fortgeschritteneren Jahren ein Kind bekommt, hängt meist immer noch einzig und allein von ihr selbst ab. Viele Vorteile stehen wahrscheinlich genau so vielen Nachteilen gegenüber.