Bald ist es geschafft: Dein Baby ist reif für die Geburt, der Klinikkoffer ist gepackt. Die Vorsorge-Untersuchungen werden ab jetzt alle zwei Wochen durchgeführt
Mein Baby
38. Schwangerschaftswoche
Dein Baby ist jetzt reif für die Geburt. Es wiegt jetzt um die 3,3 kg und ist im Sitzen circa 35 cm groß. Seine Haut ist faltenfrei und jetzt auch frei von der bisherigen Flaumbehaarung (Lagunobehaarung). Die braucht es nämlich nicht mehr, da es jetzt über genügend Fettgewebe zum Schutz und zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur verfügt.
Es nimmt die endgültige Geburtshaltung ein, in den meisten Fällen die Idealposition mit dem Kopf nach unten.
Liegt es mit dem Steiß nach unten (Beckenendlage, BEL) können Arzt oder Hebamme vielleicht doch noch eine „innere Wendung“ zustande bringen.
39. Schwangerschaftswoche
Dein Baby hat sein Geburtsgewicht erreicht und harrt der Dinge mit eng angewinkelten Armen und Beinen in Geburtsposition.
Mein Körper
Bis zu 12 kg hast du jetzt zugenommen.
Unser Tipp
Die Vorsorge-Untersuchungen werden ab jetzt alle zwei Wochen durchgeführt.
Der Klinik-Koffer sollte schon gepackt bereit stehen – was gehört hinein?
Für das Baby:
In der Klinik erhält das Baby alles was es braucht. Du musst allerdings für den Heimweg vorsorgen und eine Garnitur
mitnehmen.
Für dich selbst:
Erkundige dich nach der aktuellen Liste der Entbindungsklinik, jede Klinik hat ihre eigenen Regeln und oft auch eigene Liste.
Auf jeden Fall gehören in deinen Koffer:
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Nachthemden, die vorne zum Stillen geöffnet werden können (falls du in der Klinik keines bekommst)
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Schlafrock
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Hausschuhe
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Still-BHs
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Ihre üblichen Toiletteartikel
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ev. Lesestoff und MP3-Player
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Starke absorbierende Damenbinden für die Heimfahrt.
Ein Job für den werdenden Papa:
Halte dein Auto startklar und vollgetankt
Fahre den Weg in die Klinik zu verschiedenen Zeiten ab – du weisst ja nicht, wann es losgeht, sei gewappnet.
Finde Sie heraus, ob auf der Strecke in nächster Zeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.
Vorsorgen mit Nabelschnurblut
Was ist so besonders an Nabelschnurblut? Nabelschnurblut, auch Plazentarestblut genannt, ist das Blut, das nach der Abnabelung des Kindes in Nabelschnur und Plazenta verbleibt. Es ist deswegen so interessant, weil es sehr viele Stammzellen enthält. Dabei handelt es sich um adulte („erwachsene“) Stammzellen, wie sie von jedem Menschen zeitlebens vor allem im Knochenmark gebildet werden. Stammzellen benötigt der Körper, um andere, spezialisierte Zellen daraus zu bilden.
Nabelschnurstammzellen sind aber weniger weit entwickelt („primitiver“) als Stammzellen aus dem Knochenmark und damit wandlungsfähiger, sodass verschiedene Zelltypen aus ihnen gebildet werden können: neben Blutzellen auch Nerven-, Muskel-, Knochen– und Knorpelzellen sowie Zellen zur Auskleidung von Blutgefäßen. Außerdem sind sie immunologisch noch nicht so geprägt wie Stammzellen aus dem Knochenmark. Nabelschnurblut enthält keine Tumorzellen und ist nahezu frei von Viren.
Wie läuft die Entnahme des Nabelschnurbluts ab, wo und wie kann man sich informieren und was ist bei der Auswahl der geeigneten Blutbank zu beachten?
Die Entnahme von Nabelschnurblut ist nicht so einfach wie es scheint. Stammzellen sind sehr empfindlich und sollen ja als Basis für ein „Arzneimittel“ dienen. Aus diesem Grund muss das Entnahmeteam entsprechend geschult werden und eine „Betriebsbewilligung“ erhalten:
Dein Baby wird zunächst abgenabelt.
Dann wird der noch mit der Plazenta verbundene Nabelschnurrest von Arzt/Ärztin oder Hebamme desinfiziert und punktiert, das Nabelschnurblut wird in einem sterilen Behälter aufgefangen. Da die Nabelschnur mit einer Schleimschicht bedeckt ist, muss besonders sorgfältig desinfiziert werden. Andererseits darf das nicht zu lange dauern, weil dann weniger Nabelschnurblut gewonnen werden kann. Normalerweise ist die Entnahme fünf Minuten nach der Geburt beendet und ist auch bei Kaiserschnittgeburten möglich.
Dann muss es schnell gehen:
Innerhalb von höchstens 48 Stunden muss der Behälter im Labor eingelangt sein, das Nabelschnurblut mehrfach auf Reinheit und Eignung geprüft, für das Einfrieren vorbereitet (Gefrierschutz für die Zellen) und schließlich computergesteuert auf eine Temperatur von – 145 Grad Celsius heruntergekühlt und in flüssigem Stickstoff gelagert werden.
Vorinformationen und die Adressen von Ansprechpartnern für jedes Bundesland finden sich in einer Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit: „Einfrieren von Nabelschnurblut: notwendig oder überflüssig?“. Du kannst die Broschüre über das Bestellservice des Gesundheitsministeriums anfordern:
http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0732&doc=CMS1038922530084
Wie finde ich die richtige Blutbank? Die Aufbewahrung von Nabelschnurblut zur Eigenspende wird nur von privaten Blutbanken angeboten. Über weiterführende Informationen sollten die in der ministeriellen Broschüre genannten Ansprechpartner, Arzt/Ärztin, Hebamme und das Geburtsspital verfügen. Außerdem gibt es eine ausgezeichnete amerikanische Website „A Parent´s Guide to Cord Blood Banks“, die auch eine weltweite (!) Liste von Anbietern beinhaltet, erreichbar über den Link http://www.stammzellinfo.de/. Fragen über Fragen. Es gibt Entscheidungshilfen, auf die man lieber verzichten möchte: Ist ein Geschwisterchen an Krebs erkrankt oder gibt es eine familiäre Häufung an Krebserkrankungen bzw. vererbbaren Stoffwechselstörungen wird die Einlagerung staatlich empfohlen.
Ist alles bestens und du hast dich gegen eine Einlagerung entschieden, findest aber Forschung an Stammzellen aus Nabelschnurblut förderungswürdig oder möchtest einem erkranktem Kind helfen, hast du noch eine weitere Option: Spende das Nabelschnurblut deines Kindes. Das ist kostenlos und dient einem guten Zweck.
Checkliste: Wie finde ich die richtige Blutbank
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Was ist inkludiert und was nicht?
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Welche Kosten fallen an, wenn die Tests ergeben, dass das entnommene Blut nicht zur Lagerung geeignet ist?
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Gibt es Teilzahlungsmöglichkeiten?
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Qualität und Sicherheit:
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Nach welchen Qualitätsstandards wird gearbeitet und was besagt das konkret? Wird Vollblut eingefroren oder ein MNC Präparat (= separierte mononukleare Zellen, bedeutet geringeren Platzbedarf, Spende passt in ein Glasröhrchen). Beide Methoden haben Vor- und Nachteile.
Transport:
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Wird ein medizinischer Kurierdienst eingesetzt?
Ausfallsicherheit:
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Wie sind die Gefriertanks gegen Stromausfall geschützt?
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Lagern in denselben Tanks auch andere Präparate (könnte bedeuten, dass die Tanks öfter geöffnet werden)
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Was passiert bei Insolvenz der Blutbank:
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Wie wird die ungestörte Lagerung sichergestellt?
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Gibt es eine Insolvenzversicherung?
Betreuung und Information:
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Wie professionell ist die Kundenbetreuung?
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Gibt es eine Hotline?
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Wie werden die Entnahmeteams geschult?
Einsatz:
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Wurden Präparate der Blutbank bereits wieder aufgetaut und erfolgreich eingesetzt?
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Wie schnell ist ein Präparat verfügbar?